Massnahmezentrum Bitzi, Mosnang

Planerwahl im selektiven Verfahren 2016

Die Platzierung des neuen Arbeitsgebäudes wird massgeblich durch dessen Nutzung bestimmt. Die Arbeitsräume werden durch die Gefangenen der geschlossenen Abteilung Haus 3 genutzt. Die Belieferung mit Material bzw. gefertigten Produkten gehört zum Alltag und ist als Wirtschaftlichkeitsfaktor des Betriebs zu verstehen. 

Die Ausrichtung des neuen Arbeitsgebäudes übernimmt die Orientierung der übrigen Werkbereiche und verdeutlicht damit dessen Zweckbestimmung. Der Neubau ist auf zwei Ebenen aufgeteilt. Dies ermöglicht eine Präzisierung der ortsbaulichen Setzung, eine grosszügige Anlieferung sowie die Einhaltung des brandschutztechnischen Gebäudeabstandes zum Ökonomiegebäude. Der 2-geschossige Kopfbau bildet einen selbstverständlichen Abschluss des Ordnungszauns entlang der Gewächshäuser. Die Setzung des Längsbaus im Hang führt im 1-geschossigen Bereich zu einer räumlichen Erweiterung des Nutzgartens.

In der oberen Ebene ist die Anlieferung mit Laderampe untergebracht. Die Zufahrt fügt sich somit selbstverständlich in den bestehenden Geländeverlauf ein. Die untere Ebene liegt auf dem Niveau des Sportplatzes und damit leicht erhöht gegenüber dem EG-Niveau Haus 3. Hier sind sämtliche Gefangenenbereiche inkl. der zugehörigen Räume angeordnet.

Durch das Anschliessen der neuen Verbindung im Bereich der heutigen, offenen Schleuse wird ein Eingriff in die thermische Gebäudehülle Haus 3 vermieden. Dabei kann neu auf die Schleusenfunktion verzichtet und der Schleusen-Bereich als Aussenunterstand genutzt werden. Die einfache Gebäudeform bildet zusammen mit dem Verbindungsbau einen übersichtlichen und grosszügigen Aussenraum aus, welcher über Niveaudifferenz und unterschiedliche Beläge gestaltet wird.