Schulcampus Stacherholz Arbon

Projektwettbewerb offen 2016, 1. Rang

Die bestehende Anlage im Süden von Arbon zeichnet sich als Ensemble aus unterschiedlich hohen Bauvolumen verschiedener Baujahre aus. Die Erweiterungen des Areals haben bereits eine 40-jährige Geschichte.

Der lange, schlanke Baukörper des Zwischentraktes liegt pavillonartig zentral auf dem Campus. Seine Platzierung zeigt einen selbstverständlichen Umgang mit der bestehenden Niveaudifferenz im Gelände, seine Gebäudehöhe erhält die räumliche Lesbarkeit des Gesamtareals. Aussen wie innen zeichnet er sich durch hochwertige Qualitäten aus und verkörpert die Architektur der 60er Jahre. Die Flexibilität für die erforderlichen Umbaumassnahmen unter Erhalt der klaren symmetrischen Struktur ist gegeben. Der bestehende Zwischentrakt wird daher erhalten.

Das Neubauvolumen kann entsprechend kompakt gehalten werden, was einer grosszügigen Umgebung zugute kommt. Es wird unmittelbar an den im Jahr 1972 erstellten, langgezogenen Primarschulhausköper angebaut. Durch das winkelförmige Anschliessen des Neubauvolumens findet das bestehende Schulgebäude einen angemessenen volumetrischen Abschluss und der Pausenhof der Primarschüler wird räumlich gefasst.

Im bestehenden Zwischentrakt werden Therapie- und Werkräume angeboten. Im Neubau gelangt man über einen grosszügigen Eingangsbereich zum erdgeschossigen Mehrzwecksaal mit Bühne und angeschlossener Küche. Bei Bedarf lässt sich die Aula zur natürlich belichteten Erschliessung öffnen. Entsprechend dem Bestand im Osten sind in den beiden Obergeschossen jeweils zwei nord- bzw. südwestlich ausgerichtete Klassenzimmer mit dazugehörigen Gruppenräumen angeordnet.

Als umgebungsgestalterisches Element wird ein langer, liegender Betonkörper zwischen dem Zugangsweg und der Spielwiese nördlich vom Neubau eingefügt. Er beinhaltet eine grossflächige Hecke, Sitzgelegenheiten sowie eine Rampe für die Behindertenzugänglichkeit der unterschiedlichen Geländeniveaus. Dadurch wird der Aussenraum für die beiden Altersgruppen gegliedert.

Schlussbericht